
Mein Kursbesuch: Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen (GJP)
Im September war ich bei einem Workshop zum Thema „Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen“ (GJP). Geleitet wurde der Kurs von Zora Buner von herzsprung.ch, und es ging darum, wie junge Menschen heute in Beziehungen Gewalt erleben – sei es körperlich oder auch digital.
Digitale Kontrolle und Sexting – Neue Herausforderungen
Ein spannender Punkt war die Rolle von digitalen Medien. Viele Jugendliche erleben heute, dass sie von ihren Partnern überwacht werden, sei es durch das ständige Überprüfen von Nachrichten oder das Einfordern von Passwörtern (Stadt Zürich). Außerdem ist Sexting ein großes Thema – das Verschicken von Nacktbildern kann schnell aus dem Ruder laufen und schwere Folgen haben, wenn diese Fotos ohne Erlaubnis weitergegeben werden.
Was kann ich als Coach tun?
Im Workshop haben wir auch darüber gesprochen, wie wir als Fachkräfte damit umgehen. Oft merken wir selbst, wie uns solche Geschichten emotional treffen. Trotzdem ist es wichtig, in solchen Situationen ruhig zu bleiben und den Jugendlichen zu helfen, ohne sie zu bevormunden.
Laut aktuellen Studien sind über 70% der Jugendlichen von digitaler Kontrolle in Beziehungen betroffen. Das ist alarmierend und zeigt, wie dringend das Thema Prävention ist.
Was bedeutet das für meine Arbeit?
Nach dem Workshop habe ich viel darüber nachgedacht, was das für meine Arbeit als Coach bedeutet. Gerade bei jungen Erwachsenen sind solche Themen wie digitale Kontrolle oder Sexting oft noch präsent, auch wenn sie subtiler werden. Für mich heißt das: Aufklären, zuhören und gemeinsam an Lösungen arbeiten, um gesunde Beziehungen zu fördern.